| Kapitel 9: Die drei Versuchungen Satans by Nancy Missler |
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Satan versucht alles, woran er denken kann, um uns davon abzuhalten Gott zu lieben (agapao): Daß wir uns vollkommen Gott übergeben, daß wir uns ihm überlassen, daß wir ihn an die erste Stelle in unserem Leben stellen und daß wir eins mit ihm werden. Wir haben im letzten Kapitel gesehen, was Gott lieben heißt: Ihm gehorchen, ihm vertrauen und ihn allein anbeten und ihm allein dienen. Satan wird alles versuchen, um uns davon abzuhalten. Er will nicht, daß wir Gottes Wort gehorchen, sondern daß wir unseren eigenen Gefühlen, Gedanken und Wünschen nachgeben und uns ihnen unterordnen. Er will nicht, daß wir Gott vertrauen, daß er sein Wort in unserem Leben vollbringt, sondern daß wir auf unsere eigene Fähigkeit und Kraft vertrauen, etwas zu vollbringen. Und letztlich will Satan nicht, daß wir Gott allein anbeten und dienen. Er will, daß wir in völliger Gebundenheit durch seine eigenen Tricks und Schemen sind. In Matthäus 4:3-11 gibt uns Gott ein perfektes Beispiel von dem, was es heißt Gott zu lieben. Hier haben wir ein spezifisches Beispiel, wo Satan Jesus versucht, sich nicht vollkommen Gott zu übergeben. Ich glaube, wir können viel von den Antworten Jesu an Satan lernen. Ich denke, wir können unsere eigenen Glaubensantworten nach dem Vorbild Jesu gestalten und unseren Widersacher zum Schweigen bringen, wenn er uns versucht, unseren eigenen Weg zu gehen anstatt Gottes. Gottes Wort (seinem Willen) gehorchen In der ersten Versuchung (Matthäus 4:1-4) versucht Satan Jesus zu verführen, nicht Gottes Willen zu gehorchen, sondern seinen "eigenen" persönlichen Wünschen und Willen. "Komm, du bist hungrig, befiehl diesen Steinen zu Brot zu werden" (d. h. "Mach was du willst"). Jesus (weil er Gott liebte) wies Satan zurecht und sagte: "Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht." Mit anderen Worten, es gibt keine andere Möglichkeit, wie der Mensch leben kann, außer daß er sich fortwährend entscheidet, Gottes Stimme zu gehorchen - Gottes Willen - und nicht seinen eigenen menschlichen Wünschen. Dies sollte auch unsere fortwährende Reaktion auf Satans Versuchungen sein. Wenn Satan kommt und sagt (wie zu der Frau, deren Mann Alkoholiker war, in Kapitel 8)1: "Komm, gib auf! Dein Ehemann wird sich nie bessern. Er ist ein gewohnheitsmäßiger Trinker. Er hat dich so sehr verletzt. Er verdient es nicht, geliebt zu werden. Du brauchst das nicht. Verlaß ihn." Wir sollten zu dieser Versuchung (wie Jesus) sagen: "Nein, ich werde mich entscheiden, mich selbst zu verleugnen (was ich will, was ich fühle und was ich mir wünsche) und Gott zu gehorchen. Ich werde meinen Ehemann weiter mit Gottes Liebe lieben, denn das ist, was Gott mir gesagt hat, daß ich tun soll." Vertraue Gottes Kraft, seinen Willen zu vollbringen In der zweiten Versuchung (Matthäus 4:5-8) versucht Satan Jesus zu verführen, daß er nicht Gott vertraut, sondern statt dessen seiner eigenen Kraft und Fähigkeit, Dinge zu vollbringen. Satan verhöhnt Jesus: "Wirf dich hinab, Gottes Engel werden dich auffangen (d. h. "unterwirf das Wort Gottes einem Test)". Jesus antwortete jedoch (weil er Gott liebte): "Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen [oder prüfen]." Mit anderen Worten, der Mensch sollte Gott nicht versuchen oder prüfen, indem er in seiner eigenen Kraft und auf seine Art versucht zu vollbringen, wovon er glaubt, daß es Gottes Wille ist. Der Mensch sollte auf Gottes Fähigkeit und seine Zeiteinteilung vertrauen, daß sein vollkommener Wille getan wird. Dies sollte unsere fortwährende Reaktion auf Satans Versuchungen sein. Wenn Satan kommt und sagt (wie er es bei mir getan hatte, nachdem ich fast ertrunken war bei meinem Tauchtest in Kapitel 8)2: "Du hast dich fast zweimal umgebracht in diesem Wasser. Niemals solltest du morgen bei diesem Tauchausflug mitmachen. Du hast ein Recht, Angst zu haben. Du mußt nicht mitgehen!" Wir sollten zu dieser Versuchung (wie Jesus) sagen: "Nein, ich werde mich entscheiden, Gott zu vertrauen, daß er seinen Willen auf die Art vollbringt, von der er weiß, daß sie am besten ist. Ich werde meine Angst Gott übergeben und ihm meinen Leib geben, so daß er seinen Willen durch ihn vollbringen kann." Gott nachfolgen In der letzten Versuchung (Matthäus 4:8-10) versucht Satan Jesus zu verführen, daß er nicht Gott allein anbetet und dient. "All diese Dinge, die Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit, werde ich dir geben, wenn du mich (Satan) an die erste Stelle in deinem Leben stellst." Jesus (weil er Gott liebte) antwortete: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen." Mit anderen Worten, Jesus sagt hier, daß der Mensch nichts anderem oder niemand anderem nachfolgen soll oder sich daran binden soll, außer Gott selbst. Wir haben nur einen Meister, einen Herrn und einen Gott in unserem Leben. Der Mensch soll nur von ihm eingenommen sein und ihn in allem an die erste Stelle setzen. Dies sollte unsere fortwährende Reaktion auf die Versuchungen Satans sein. Wenn Satan kommt und flüstert (wie er es bei Sue tat in Kapitel 8)3: "Wie können sie es wagen, Jim mit seiner Freundin einzuladen: Um nichts in der Welt solltest du jetzt auf diese Party gehen!" Wir sollten ihm (wie Jesus) sagen: "Nein, ich bete Gott allein an und diene ihm allein. Ich werde nur ihm nachfolgen und mich nur an ihn binden, auch wenn ich jetzt nicht verstehe, wie er das machen wird. Ich werde ihn an die erste Stelle in meinem Leben stellen, indem ich ihm meine Verletzungen und meinen Ärger übergebe und ihm dann vertraue, daß er sein Leben durch mich vollbringt." Persönliches Beispiel: Die Schemen Satans Vor einigen Jahren rief Satan eine Situation in meinem Leben hervor - und Gott erlaubte sie -, die alle drei dieser Versuchungen beinhaltete. Zu dieser Zeit wohnten wir direkt am Wasser in Newport Beach, Kalifornien. Die Mauer, die das Meer zurückhielt, war nur etwa drei Meter von der Vorderseite unseres Hauses entfernt. Die Mauer war mindestens 30 Jahre alt und dringend reparaturbedürftig. In der Nacht, bevor ich eine sehr wichtige Vorlesung über die Bedeutung von "Gott lieben" halten sollte, kam ein heftiger Sturm auf. Die ganze Nacht lang schlugen riesige Wellen krachend gegen die Mauer beim Meer, so daß das Fundament unseres Hauses erschütterte. Ich versuchte, so lange wie ich konnte wach zu bleiben und dachte, daß der Regen, der Wind und die riesigen Wellen schließlich vergehen würden, und ich schlafen gehen könnte. Aber die Wellen kamen einfach weiter. Sie bombardierten stundenlang diese alte Mauer. Schließlich war ich so müde, daß ich zu Bett ging. Aber jedesmal, wenn eine weitere Welle eintraf, überwältigte mich Angst und Panik. Wirst du mir gehorchen? Ich erinnerte mich ständig an die Klasse, die ich am nächsten Tag lehren sollte. Ich beschloß, daß ich die Sache, die ich lehren würde, besser in die Praxis umsetzen sollte. So beschloß ich die ganze Nacht lang, ständig Gott zu gehorchen, indem ich ihm meine Angst und meinen Schrecken gab, anstatt ihnen nachzugeben und von ihnen überwältigt zu werden. Gott richtete schließlich meine Gefühle an meinen Entscheidungen aus, und ich konnte schlafen. Am nächsten Morgen, als ich mich fertig machte, um das Haus zu verlassen, kam ein Orkan auf. Das Radio und das Fernsehen warnten alle zu Hause zu bleiben und ihre Häuser zu verbarrikadieren. Meine Gedanken und Emotionen schrien dasselbe: "Bleibe zu Hause und beschütze das Haus und dich selbst." Wirst du mir vertrauen? Ich wußte jedoch, daß die Lektion, die ich an diesem Morgen lehren sollte, die wichtigste von allen war. Und ich wußte, daß Gott mich dort haben wollte. Ich hatte Wochen zuvor gebetet, ob ich die Klasse lehren sollte, und Gott hatte bestätigt, daß ich das tun soll. Wieder einmal mußte ich mich entscheiden, Gott zu gehorchen, ihm meine Panik geben und ihm vertrauen, daß er sich um das Haus kümmern würde, während ich weg war. Schließlich wurde mir total bewußt, wer mich versuchte, Gott nicht zu lieben, als ich auf dem Weg zu meiner Klasse war - mit 80 Stundenkilometern auf der Küstenautobahn - und meine ganze Gangschaltung auseinanderfiel. Sie löste sich wörtlich von selbst von der Bodenplatte! Wirst du eins mit mir werden? Dies war eine so offensichtliche Attacke des Feindes, daß ich es nicht übersehen konnte. Ich entschied mich schnell, mich selbst Gott und seinem Schutz auszuliefern. An diesem Punkt wurde ich entschlossen, diese Klasse zu lehren - auch wenn es das Letzte wäre, was ich je tun würde. Ich wählte, Gott nachzufolgen und das zu tun, was er wollte, egal was passiert. Glücklicherweise funktionierten die Bremsen und das Lenkrad noch, und so konnte ich den Motor ausstellen, auf die Straßenseite fahren und stehenbleiben. Wenn wir uns Gott und seiner Sorge völlig ausliefern, bringen wir uns selbst in die Position, wo wir wirkliche Wunder erleben können. Und das ist genau das, was passiert ist. Ihr würdet es nicht glauben, ein "unbesetztes" Taxi, das mir "zufälligerweise" gefolgt war, fuhr sofort zur Seite und blieb stehen. Hört zu, in Los Angeles passiert das nie! Es stellte sich heraus, daß der Taxifahrer ein Gläubiger war und Gott liebte. Er nahm mich mit, und wir hatten Gemeinschaft im Herrn, den ganzen Weg bis zu dem Klassentreffen. Bis heute glaube ich wirklich, daß der Fahrer ein "verkleideter Engel" war, der vom Herrn gesandt worden war. Satan will unseren Glauben Satan ist hinter unserem Glauben selbst her, weil unser Glaube auf der Treue Gottes begründet ist. Wenn Satan Zweifel und Unglauben an die Treue Gottes hervorrufen kann, hat er gewonnen, denn dann werden wir uns nicht entscheiden, Gott in jedem Aspekt unseres Lebens zu gehorchen, ihm zu vertrauen oder ihm nachzufolgen (ihn zu lieben).4 Es braucht Glauben, um Gott zu lieben, unseren Willen und unser Leben völlig vor ihm niederzulegen. Und Satan wird alles, was in seiner Macht steht tun, um uns davon abzuhalten, daß wir diese Entscheidungen treffen. In 1. Johannes 5:4 steht: "Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube." Unsere Glaubensentscheidungen Gott allein zu lieben (zu gehorchen, zu vertrauen, und anzubeten) ist der Sieg, der allen Dingen erlauben wird, "von Gott geboren" zu sein und daher "die Welt zu überwinden". Erinnert Euch, 1 S. Kapitel 8: "Gott vertrauen, daß er unsere Gefühle "ausrichtet"". 2 S. Kapitel 8: "Beispiel: Ich wäre fast ertrunken". 3 S. Kapitel 8: "Da gab es kein "ich"". 4 S. Kapitel 11: "Oft das Unerwartete" |
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