| Kapitel 8: Was bedeutet es, Gott zu lieben? - Teil vier by Nancy Missler | |
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Jetzt, wo wir verstehen, was Gottes Liebe ist und daß Gott uns mit dieser bedingungslosen Liebe liebt, können wir weitergehen und lernen, was es bedeutet, Gott so zu lieben, wie er sich das wünscht. Wie wir im Kapitel 6 besprochen haben, hat Gott den Menschen mit zwei grundlegenden Bedürfnissen erschaffen: dem Bedürfnis 1 Und in Johannes 14:15 steht: "Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten." Mit anderen Worte, die Art, wie Gott will, daß wir ihn lieben, ist, daß wir seinen Geboten gehorchen. Okay, welche Gebote meint er? Es gibt hunderte davon in der Bibel. Galater 5:14, Matthäus 22:40 und Römer 13:10 sagen uns, daß die ganze Bibel (alle Gebote Gottes) wörtlich in nur zwei Geboten zusammengefaßt sind. Und diese sind: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand. Dies ist das größte und erste Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." (Matthäus 22:37-39) Wenn wir im Gehorsam zu diesen beiden Geboten leben, werden wir ihn so lieben, wie er es sich wünscht, sagt Gott. Diese beiden Gebote sind untrennbar und müssen in der Reihenfolge befolgt werden, wie sie gegeben wurden. In anderen Worten, wir können andere nicht wie uns selbst lieben, wenn wir nicht zuerst Gott mit unserem ganzen Herzen, Seele und Verstand geliebt haben. Wir müssen zuerst lernen Gott zu lieben - dieses offene und gereinigte Gefäß zu werden - so daß dann Gott andere durch uns lieben kann. Die Definition von agapao Das griechische Wort, das in beiden dieser großen Gebote verwendet wird, ist das Verb 2: "Wenn jemand mir nachkommen will, der 3 (Hervorhebung vom Autor) Beispiel: "Ich, seine Füße waschen?" Laßt mich Euch erzählen, wie meine kostbare Freundin Melissa gelernt hat, was es heißt, Gott zu lieben. Als sich dieser Vorfall ereignete, hatten Melissa und ihr Ehemann Walt vier kleine Kinder unter sieben Jahren. Melissa war durch die Sorge für ihre kleinen Kinder extrem erschöpft geworden. Sie hatte zu beten begonnen, daß Walt sensibler für ihre Bedürfnisse würde und ihr mehr mit den Kindern helfen würde, wenn er am Nachmittag nach Hause kommt. (Er war ein medizinischer Techniker und ging um 6 Uhr morgens zur Arbeit, kam aber zwischen 2 und 3 Uhr nachmittags nach Hause. Melissa hatte dieses Gebet einige Zeit lang gebetet, aber ohne sichtbare Resultate. Eines Abends kam Walt früher nach Hause und fand das Haus in totaler Unordnung. Er mußte über schmutzige Wäsche, kaputtes Spielzeug und die Überreste des Mittagessens steigen, um den Weg nach oben zu finden, wo Melissa und die Kinder waren. Sie hatte alle vier Kinder in der Badewanne und wusch ihre Haare. Walt steckte seinen Kopf durch die Tür und fragte: "Was um Himmels willen ist los? Warum ist das Haus in solcher Unordnung?" Da Melissa ihre Gedanken "Warum kann Walt nicht mehr helfen" und "Ich kann das nicht mehr aushalten" festgehalten und immer wieder aufgewärmt hatte, reagierte sie sofort aufgrund von diesen Frustrationen und schrie: "Nun, wenn Du mir nur mehr mit diesen Kindern helfen würdest, hätte ich mehr Zeit, das Haus aufzuräumen!" Offensichtlich war es keine Reaktion aus Gottes Liebe, sondern eine Reaktion, die von ihren eigenen aufgestauten Frustrationen und Groll hervorgerufen worden war. Der arme Walt war sehr verletzt. Er wurde sofort defensiv und sagte irgendetwas anderes über ihr unordentliches Haus. Sie rächte sich mit einem weiteren scharfen Wort. Weitere Worte wurden gewechselt, und dann schlug Walt die Badezimmertür zu und ging die Treppe hinunter, indem er irgendetwas sagte wie "Junge, es ist toll, zu Hause zu sein." Melissa legte die Kinder ins Bett und brachte ihre nachhakenden kleinen Fragen wie "Ist Papa böse auf uns?" und "Warum hat der Papa die Tür zugeschlagen, Mama?" zum Schweigen. Nachdem sie die Kinder ins Bett gebracht hatte, ging Melissa hinunter. Da sie nicht mit Walt im selben Zimmer sein wollte (hast Du Dich je so gefühlt?), ging sie auf die entgegengesetzte Seite des Hauses, holte ihre Bibel heraus und begann Gott ihre wahren Gefühle auszuschütten. Sie begann zu weinen und erzählte Gott, wie müde, wie einsam und wie unglücklich sie war und daß sie sich fühlte, als ob sie Walt egal wäre. Er schien manchmal so entfernt und unsensibel zu sein. Nachdem sie lange Zeit leise geweint hatte, sagte sie Gott: "Aber ich liebe dich wirklich, und ich möchte dir gehorchen und tun, was richtig ist. Was willst du, daß ich tue?" Gott leitete sie mit seiner leisen Stimme zu Matthäus 16:24, der Schriftstelle, die wir gerade gelesen haben: "Wenn jemand mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach." Melissa saß eine lange Zeit lang da und dachte darüber nach, wie in aller Welt sie diesen Vers auf ihre Situation anwenden könnte. Wieder sagte Gott mit seiner leisen Stimme: "Wenn du mich zuerst liebst, werde ich dich befähigen, deinen Ehemann zu lieben." Melissa antwortete sofort: "Aber Herr, ich liebe dich. Wie soll ich dir das sonst noch zeigen? Was soll ich sonst noch tun?" Darauf gab Gott in ihre Gedanken: "4] Uns selbst verleugnen bedeutet also nicht, die Existenz unserer negativen Gedanken, Emotionen und Wünsche zu verleugnen. Wir sind menschlich, und wir werden immer diese negativen Emotionen haben, bis wir Jesus sehen. Wir müssen uns diese Dinge ansehen und sie das nennen was sie sind, so daß wir genau wissen, was wir dem Herrn übergeben müssen. Aber wir müssen uns dann selbst davon abhalten, ihnen nachzugeben und sie stattdessen Gott übergeben. Melissa entschloß sich, sich selbst zu verleugnen, nicht, indem sie ihre wahren Gefühle begrub oder indem sie vorgab, daß sie nicht existieren, sondern indem sie sich entschied, ihnen nicht nachzugeben und nicht durch sie motiviert zu werden. Melissa hielt sich davon ab, ihnen nachzufolgen. Sie wählte stattdessen, sie Gott zu übergeben und von ihrer Hingabe-Liebe (agapao) zu Gott motiviert zu sein. Gehorsam ist einfach unsere Reaktion aus Liebe zu Gott. Indem wir wählen, Gottes Wort anstatt unserem Willen zu gehorchen (egal wie wir uns fühlen, egal wie die andere Person reagiert und egal, wie unsere Umstände sind), dann antworten wir Gott mit "Ich liebe Dich". Gott lieben heißt einfach, Gott freie Herrschaft über unseren Willen und unser Leben zu geben. Hebräer 5:8 sagt uns, daß Jesus durch die Dinge, die er erlitt, Gehorsam lernte. Gehorsam ist die einzige Antwort Ich habe auf die schwere Art gelernt, daß Gehorsam die 1 1. Johannes 5:3 und Johannes 14:21 2 Matthäus 19:21 3 In Lukas 9:23 steht: "nehme sein Kreuz auf täglich". 4 Wenn wir durchhalten, es ablehnen oder davon absehen irgendeiner Lust, Sünde oder bösen Neigung (das griechische Wort epithymia) zu folgen (das griechische Wort anchomai), verursacht es uns Leid (die griechischen Wörter pathema, pathos und pascho). |
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