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David Needham, Autor des Buches Birthright [Geburtsrecht] sagt: "Die große Aufgabe ist nicht das Finden der Wahrheit, sondern sie zu leben!" Ich stimme ihm völlig zu. Was nützen Gottes Prinzipien, wenn sie nicht unser Leben verändern? Mit dem im Hinterkopf laßt uns alles, was wir bis jetzt gelernt haben, in die 1
Ich empfehle, jeden dieser Schritte (besonders die letzten vier) auf 3x5 Karten zu schreiben. Habt die Karten immer bei Euch. Wenn etwas Schlechtes eintritt, nehmt die Karten heraus, geht betend durch die Schritte und wählt dann - im Glauben - zu glauben, daß Gott Euch mit sich versöhnt hat. Gott ist treu. Wenn Ihr Euren Teil tut, wird er seinen tun.
Jedesmal durch diese Schritte zu gehen, wenn wir mit einer verletzenden Bemerkung, einer schmerzlichen Situation, Stolz, Furcht, Groll, Bitterkeit usw. konfrontiert sind, ist was uns befähigt, gereinigte und bereitete Gefäße für das zu sein, wozu Gott uns als nächstes berufen mag. Es ist notwendig, daß wir die gottlosen Gedanken und Gefühle daran hindern, daß sie sich in uns aufstauen. Wenn wir 2
[Anmerkung: In Römer 12:1 steht, daß wir "lebendige Opfer" sein sollen, was heißt, daß wir jederzeit vom Altar hinuntersteigen können (weil wir lebendig sind). Nur durch unsere ständige Entscheidung wählen wir, dort zu bleiben.]
Wir müssen täglich gewillt sein, uns selbst Gott darzubringen und dem Heiligen Geist zu erlauben zu zeigen, was 3
Wir müssen das immer im Gedächtnis behalten. Gott wird nicht zulassen, daß uns irgendetwas passiert oder irgendetwas in unserem Leben zulassen, das nicht "vom Vater gefiltert" ist. Also können wir ihm immer vertrauen und uns völlig auf ihn verlassen, weil wir wissen, daß er seine Zwecke in unserem Leben auf seine Art vollbringt.
Nochmals, wenn Ihr Probleme damit habt, wirklich zu glauben und durch Erfahrung in Eurem Leben zu wissen, daß Gott Euch liebt und daß er treu ist, dann lest nochmals Kapitel 7. Wiederholt auch die "4 Aber die bleibende Freude, die davon kommen wird, daß wir im Zentrum seines Willens sind, ist natürlich etwas Unvergleichliches.
Lukas 4:26 erinnert uns, daß wir nicht wirklich Gottes Jünger sein können, wenn wir nicht "gewillt sind" (nicht daß wir es wollen oder uns danach fühlen, sondern einfach gewillt sind) alles niederzulegen (Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern). Ja er sagt, "Sogar unser eigenes Leben!" Nochmals, wir müssen uns nicht willig "fühlen", um dies zu tun; wir müssen einfach gewillt sein!5 Ein großer Unterschied!
Ich bin vor einigen Jahren mit einigen lieben alten Freundinnen Mittagessen gegangen, um darüber zu sprechen, wie sehr es wichtig ist, einfach "gewillt zu sein", uns selbst zu verleugnen und Gott zu folgen. Eine der Frauen sagte: "Nancy, ich stimme nicht zu. Ich denke, manche Leute haben einfach nicht die Fähigkeit, alles niederzulegen und es auf Gottes Art zu tun." Sie gab dann verschiedene Gründe an, warum sie überzeugt war, daß sie es nicht könnten: nicht funktionierende Familien, Abhängigkeit, schlechte Ehen, körperliche Mißhandlung, emotionale Probleme und andere umweltbedingte Umstände.
Ich sagte: " Susi, ich glaube wirklich nicht, daß das stimmt! Wenn sie Christen sind, dann ist Gott in ihnen. Und 6 Es scheint in meinem eigenen Leben, je mehr ich gewillt bin zu Gottes Füßen niederzulegen, desto mehr vergilt er hundertfach! Lest mein Buch "Warum sollte ich die erste sein, die sich ändert?" und seht, wie Gott meine Ehe, meine Familie und meine Kindern hundertfach zurückerstattet hat. Je mehr ich von mir niederlege, desto mehr bekomme ich von ihm. Nun, ich bin nicht mehr fähig als irgendjemand anderer, aber eines ist sicher: ich bin gewillt. Und das scheint alles zu sein, was erforderlich ist!
In 1. Korinther 2:9 steht: "Sondern wie geschrieben steht: Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben [agapao - sich ihm völlig übergeben]."7
Also vertraut Gott völlig, wenn Ihr ihm Eurer Leben niederlegt; es gibt ihm dann die Freiheit, Wunder zu vollbringen.
3) Eine weitere wichtige Einstellung, die wir haben müssen ist, daß wir gewillt sein müssen, Gottes Willen zu gehorchen, egal was er uns sagt (egal wie wir uns fühlen, egal was wir denken, egal was wir wollen). Wir müssen aufstehen und gewillt sein, genau das zu tun, worum Gott uns bittet.
Die Einstellung, über die wir gerade bei Schritt Nr. 2 gesprochen haben (uns selbst verleugnen) betrifft unseren "inneren Menschen" (unsere Gedanken, Emotionen und Wünsche beiseite stellen, so daß Gott uns mit seinem Leben erfüllen kann). Dieser nächste Schritt - "Gott gehorchen" - ist anders, er betrifft unseren "äußeren Menschen" - unsere äußeren Taten. Er bedeutet aufzustehen und 8 Erinnert Euch, unsere Gedanken wühlen unsere Emotionen auf; unsere Emotionen beeinflussen dann unsere Wünsche; und unsere Wünsche bringen unsere Taten hervor. Deshalb müssen wir zuerst den gottlosen Gedanken nachgehen und sie gefangennehmen. Wenn wir diese Gedanken zuerst abfangen können, dann verhindern wir die ganze Kettenreaktion.
Wenn wir 9 Wahrlich, wenn wir jene korrupten Gedanken nicht gefangennehmen, nehmen sie uns gefangen!
Erinnert Euch, wir sind 10
[Anmerkung: Beim eigentlichen Innenhofritual waren die Schritte Nr. 5 und Nr. 6 eigentlich nur ein Schritt. Aber weil bei diesem ersten Schritt so viel vor sich geht, habe ich ihn der Einfachheit wegen in zwei getrennte Schritte unterteilt.]
5) Wir müssen die negativen Gedanken, Emotionen und Wünsche (Eigenleben), die gerade aufgekommen sind, erkennen, anerkennen und erfahren. Wir dürfen diesen Gefühlen nicht Luft lassen noch sie hineinfressen, sondern wir müssen lernen, sie Gott zu geben. Wir müssen Gott bitten "bloßzulegen", was 11 Wenn die Priester sich über die Kessel beugten um ihre Hände zu waschen, sahen sie "ihre Reflexion", ihr wahres Selbst in den verspiegelten Kesseln.]
Ich glaube, daß das, was die Priester taten, symbolisch ist für genau das, was der Herr von uns verlangt. Wir sollen Gott nicht nur bitten ans Licht zu bringen, was in unseren bewußten Gedanken, Emotionen und Wünschen vor sich geht, sondern wir sollen ihn auch bitten, Licht auf all jene Dinge in unseren Verborgenen Kammern zu scheinen. Mit anderen Worten, wir wollen, daß die wirklichen 12 und doch lesen wir in Psalm 55:15, Psalm 109:5-20 und anderen Stellen, wie er seine wahren Gedanken und Gefühle Gott gegenüber ausgedrückt hat.
Erinnert Euch, wir müssen unsere gottlosen Gedanken und Emotionen erkennen, bevor wir sie Gott übergeben können. Wir können nicht etwas Gott geben, wenn wir nicht wissen, was es ist. Deshalb sollen wir versuchen, das was wir fühlen zu beschreiben: "Ich bin zornig; ich habe Groll; ich fühle mich betrogen; ich habe Angst." Wir können weinen, schreien oder rufen, wenn wir das wollen. Erinnert Euch, wir sollen dies nur tun, wenn wir "mit Gott alleine" sind.
Ich glaube, es ist wichtig, unsere wirklichen Gedanken und Gefühle zu erfahren. Dies wird uns nicht nur helfen zu verstehen, was wir wirklich fühlen, sondern es wird uns auch helfen zu erkennen, was genau wir Gott übergeben müssen. Dies ist der Punkt in Gottes Plan, an dem wir unser "Eigenleben" völlig rauslassen können. Wir sollen nicht nur sagen: "Ich soll mich nicht so fühlen" und dann unsere 13 Wir sind noch immer menschlich, und wir werden diese Gedanken und Gefühle haben bis zu dem Tag, an dem wir Jesus sehen. Die Bibel sagt jedoch, daß wir Sieg haben können über die "Begierden des Fleisches"14, wenn wir ständig Glaubensentscheidungen treffen, diese negativen Dinge Gott zu übergeben - ihnen nicht zu erlauben, die Motivation für unsere Gedanken zu sein.
In Galater 5:16 steht, daß wir die Lust des Fleisches nicht erfüllen werden, wenn wir wählen, "im Geist zu wandeln".
15 Also müssen wir den "Besitz" unserer negativen Gedanken und Emotionen bekennen und einfach wählen, davon "umzukehren" ihnen zu folgen.
Zum Beispiel wenn wir deprimiert sind (ich nehme an, daß die Depression emotional und mental verursacht ist und nicht physiologisch) und wir dieser emotionalen Art des Denkens einige Zeit gefolgt sind, können wir nicht einfach zum Herrn sagen: "Hilf mir mit meiner Depression" und erwarten, daß er unsere traurigen und brütenden Gedanken wegnimmt.
Wir müssen sagen: "Vater, ich 16 Und wir lassen sie frei, indem wir ihnen bedingungslos vergeben, ob sie darum bitten oder nicht!17
Wir wählen also zu vergeben, weil uns das von Jesus geboten wurde (weil er uns vergeben hat). "Und wenn ihr steht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemand habt, damit auch euer Vater, der in den Himmeln ist, euch eure Übertretungen vergebe. Wenn ihr aber nicht vergebt, so wird euer Vater, der in den Himmeln ist, auch eure Übertretungen nicht vergeben."18 (Markus 11:25-26)
Jesus gab uns sein Vorbild: In Lukas, als sie ihn kreuzigten, sagte er: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!"
Manchmal ist es schwierig, anderen aus unserer eigenen Kraft zu vergeben. Dies ist einfach eine weitere Situation, in der wir Gott unsere verletzten Gefühle geben und ihm für seine 19
Es ist notwendig, daß wir (im Glauben) Gottes Vergebung empfangen, für jede Sünde, die wir begangen haben mögen. Nochmals 1. Johannes 1:9: "Wenn wir unsere Sünden bekennen, 20
Wenn wir in einer Situation gefehlt haben, wird Gott uns manchmal (aber nicht immer) zurückgehen lassen und uns die andere beteiligte Person um Vergebung bitten lassen. Wenn wir sie verletzt haben, wird Gott oft von uns verlangen, daß wir hingehen und uns mit ihnen versöhnen. Erinnert Euch jedoch, daß jede Situation unterschiedlich ist. Manchmal können wir einfach Gottes Vergebung in unseren Gedanken suchen und das wird genügen. Ein anderes Mal wird Gott uns jedoch leibhaftig hingehen lassen, um die andere Person um Vergebung zu bitten. In jedem Fall müssen wir beten und Gottes Willen suchen, was er spezifisch von uns will. Gott ist so wunderbar. Er wird uns nicht nur sagen, was wir tun wollen, sondern er wird uns auch die Kraft geben, daß wir fähig sind es zu tun.
21 Wenn wir ihm diese Dinge übergeben, dann ist er fähig, sie von uns zu entfernen "so fern der Osten ist vom Westen." (Psalm 103:12)
So oft nehmen wir das Wunder, daß Gott unsere Sünden wirklich wegnimmt "so fern der Osten ist vom Westen", wenn wir sie bekennen und über sie Buße tun, als selbstverständlich. Ist uns bewußt, was dies wirklich bedeutet? Es bedeutet, daß es uns ermöglicht wird, jeden Tag mit einer reinen Weste - einem neuen Start - zu beginnen. Chuck und ich haben letzten Abend darüber gesprochen, was für ein unglaubliches Geschenk dies ist. Es erlaubt uns, gegeneinander schlimm zu versagen; und doch, wenn wir jene Dinge bekennen und darüber Buße tun und einander vergeben, 22
In Lukas 11:39-41 steht: "und der Herr aber sprach zu ihm: Nun, ihr Pharisäer, ihr reinigt das Äußere des Bechers und der Schüssel, euer Inneres aber ist voller Raub und Bosheit. Toren! Hat nicht der, welcher das Äußere gemacht hat, auch das Innere gemacht? Gebt jedoch als Almosen [gebt als "Liebesgabe"], was darin [in euch] ist, und siehe, alles ist euch rein [äußerlich]."
Almosen im Neuen Testament waren 23 Also, wenn bestimmte Dinge eine Zeitlang herumhängen, gebt nicht auf und sagt: "Oh, das funktioniert einfach nicht für mich!" Das ist genau das, was der Feind will. Erkennt, daß es ein Kampf ist. Wißt, daß Ihr gewinnen werdet, wenn Ihr einfach durchhaltet. Gott ist bereits der Sieger. In Lukas 10:19 steht, daß wir Autorität über die ganze Kraft des Feindes haben. Erkennt jedoch, daß es einige Zeit dauern mag, bevor Ihr den Sieg "sehen" könnt.
[Bitte wiederholt Kapitel 13: "Festungen des Feindes" über die große Bedeutung unserer Gedanken. Mehr Details über diesen geistlichen Kampf werden dort durchgenommen.]
8) Nachdem wir Gott unsere negativen Gedanken, Emotionen und Wünsche übergeben haben, ist der letzte Schritt im Umgang mit unseren Sünden, daß wir Gottes Wort lesen müssen. Wir müssen die Lügen durch die Wahrheit ersetzen. Gott ist der Einzige, der durch sein Wort 24 Am wichtigsten, erinnert Euch, daß "25 Siehe Römer 8:28.
Diese Schriftstelle spricht übrigens nicht zu denen, die Gott storge oder phileo, sondern nur zu denen, die ihn agapao. Denen, die sich ihm selbst völlig übergeben, kann Gott dann die Umstände gemäß seinem vollkommenen Willen gestalten.
Ich habe einen Brief empfangen von Barbara, einer lieben Freundin von mir, die gerade durch eine sehr traumatische Erfahrung durchgegangen war. Der Mann, in den Barbara verliebt und mit dem sie verlobt war, verliebte sich in jemand anderen. Er erzählte es Barbara nicht, bis er ihre Verlobung brach und ankündigte, daß er diese andere Person heiraten würde.
Barbara war natürlich zerstört. Sie schrieb mir von dem enormen Kampf, den sie jene ersten paar Nächte durchmachte, nachdem sie die Wahrheit herausgefunden hatte. Sie sagte, daß die verletzenden Gedanken und Emotionen sie erdrücken wollten, aber daß sie entschieden war, sie Gott zu übergeben und nicht zusammenzubrechen.
Barbara sagte, daß sie beständig wählte, ihre Verletzungen Gott zu übergeben, sein Wort zu lesen und ihn zu preisen. Sie pries ihn, weil sie wußte, daß er sie liebt und daß er ihr keine "gute Sache" vorenthalten würde. Im Glauben, und indem sie jene ständigen entgegengesetzten Entscheidungen traf, sagte Barbara, daß sie durchhielt und durchbrach. Am nächsten Tag hatte sie den Sieg. Ihre Gedanken und Gefühle waren an dem ausgerichtet, was sie gewählt hatte, und sie hatte Frieden.26
Eine Frau kam zu mir nach einem kürzlichen Seminar und sagte: "Okay, Nan, dies ist tolles Material. Ich liebe die Klasse. Aber ich brauche ein letztes praktisches und einfaches Beispiel, wie all diese Schritte zusammenwirken. Kannst Du mir bitte ein Beispiel geben, welches all die Schritte aufzeigt?"
Hier ist also eine hypothetische Geschichte, die alle diese Schritte in Aktion zeigt:
Deine Schwiegermutter (die kein Christ ist) kommt zum Abendessen. Du sitzt ihr am Tisch gegenüber, als sie plötzlich vor allen einige sehr abfällige Bemerkungen macht über Dein Abendessen, Dein Haus, Deine Kinder usw.
Zuerst regst Du Dich auf, dann fühlst Du dich gedemütigt, dann verletzt und dann einfach zornig. Was würdest Du an diesem Punkt tun? Würdest Du weiter dort sitzen bleiben und sie heuchlerisch anlächeln, wenn Du ihr in Wirklichkeit gerne eine in die Fresse hauen und ihr Deine Meinung sagen würdest?
Erinnert Euch, wir sind nicht verantwortlich für die ursprünglichen gottlosen Gedanken, wenn sie das erste Mal hochkommen. Es ist das, was wir wählen mit ihnen zu tun, das die Sünde hervorbringt oder nicht. Und wie wir zuvor erwähnt haben, wenn Ihr nichts mit jenen negativen Gedanken tut, werden sie automatisch Bitterkeit und Groll in Euch aufwühlen, was sicherlich Eure Entscheidungen und letztendlich alle Eure Handlungen ihr gegenüber beeinflussen wird.
Wenn ich in dieser sensiblen Situation wäre, würde ich mit meinen verärgerten Gedanken gleich an der Stelle umgehen. Ich würde mich vom Tisch entschuldigen, und irgendwo hingehen, wo ich mit dem Herrn allein sein kann (mein Schlafzimmer, das WC, mein Auto, wo auch immer). Ich würde diese Verletzungen und negativen Gedanken abfangen wollen, bevor sie einprogrammiert werden und ich aus ihnen heraus handle!
Der erste Schritt ist also , die negativen (lieblosen) Gedanken und Gefühle, die ich fühle, zu erkennen und anzuerkennen, so daß ich mit ihnen umgehen kann. Ich kann nicht mit ihnen umgehen, wenn ich nicht weiß, was es ist.
In der "Gebetskammer" (wo immer das sein mag) würde ich Gott sagen, daß die Bemerkung meiner Schwiegermutter wirklich weh getan hat. "Es ist demütigend und peinlich, jedesmal wenn sie mich vor allen schlecht macht." Ich würde weiters all meine wahren Gefühle über sie ausdrücken und beim Namen nennen. Ich würde sogar weinen, wenn ich das müßte. Mit anderen Worten, ich würde meine wahren Emotionen erfahren.
Gleichzeitig würde ich Gott auch fragen, ob es irgendwelche "Ursachen" dafür gibt, daß ich so reagiere. Vielleicht hat meine Schwiegermutter dieselbe Sache unzählige Male über die Jahre getan, aber ich bin zuvor nie wirklich damit umgegangen. Vielleicht habe ich zuvor meine Gefühle einfach vergraben. Ich würde Gott bitten, daß er alles freilegt (aus meinen Verborgenen Kammern), was er bezüglich dieser Situation freilegen will.
Wenn Gott mir zeigt, daß ich über Jahre so über die Beleidigungen meiner Schwiegermutter gefühlt habe (aber ich zuvor nie richtig mit diesen Dingen umgegangen bin), dann würde ich offensichtlich bekennen müssen, daß ich diese ungerechten Gedanken und Gefühle "besessen" habe.
Sogar wenn ich mir nicht bewußt war, daß ich meine Verletzungen Gott übergeben kann, habe ich trotzdem gewählt, meinen "eigenen" Wegen anstatt Gottes Wegen zu folgen. Daher hat es seinen Geist in mir ausgelöscht, und es ist zu Sünde geworden. An diesem Punkt würde ich dann "meinen Sinn ändern", umkehren und darüber, daß ich diesen schlechten Gedanken und Emotionen nachgefolgt bin, Buße tun müssen, auch wenn sie gemessen an den Standards der Welt "gerechtfertigt" sein mögen.
An diesem Punkt würde ich meiner Schwiegermutter bedingungslos vergeben müssen, so daß Gott freigesetzt werden kann, in ihrem wie auch in meinem Leben zu wirken.
Ich würde dann all die Verletzungen (Bitterkeit, Groll, Ärger - "gerechtfertigt oder nicht" -und alles andere, das Gott mir gezeigt hat) Gott übergeben und ihn bitten, diese Dinge von mir zu entfernen.
Schließlich würde ich ins Wort gehen und einige meiner Lieblingsstellen lesen, so daß seine heilende Wahrheit nach hinten in die Verborgenen Kammern gelangen kann, wo die Lügen waren. Dann würde ich ihn dafür preisen, daß er mein Gott ist und daß er all diese Dinge für mich tut.
Auch wenn ich mich in jenem Moment nicht in irgendeiner Art anders fühlen würde, würde ich im Glauben wissen, daß ich ein gereinigtes Gefäß bin. Daher ist Gottes Leben freigesetzt worden, wieder durch mich zu fließen. An diesem Punkt würde ich zurück an den Tisch gehen in der Erwartung, daß Gott meine Schwiegermutter durch mich liebt.
In Hebräer 10:22 steht: "... so laßt uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen und voller Gewißheit des Glaubens, die Herzen besprengt und damit gereinigt vom bösen Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser."
So funktioniert das Innenhofritual. Es scheint, daß man sich vieles merken muß, weil es jetzt alles so neu ist. Aber ich verspreche Euch, daß diese Schritte zu Eurer Natur werden werden, wenn ihr treu seid, alles (was nicht aus Glauben ist) weiter zu bekennen, Buße zu tun und es Gott zu übergeben. Denn, wie ihr bald sehen werdet, haben wir wirklich keine andere Wahl!
Jahrelang habe ich gehört, wann immer ich ein Problem hatte: "Nun, gib es einfach Gott". Aber ich habe nie genau verstanden, was es wirklich heißt... 27 Wenn Ihr diese Schritte oder dieses Gebet bei der Hand habt, wird es Euch durch viele schwierige Zeiten durchhelfen und Euren Sieg sicherstellen.
Seid offen und aufrichtig mit Euren Kindern, wenn Ihr diese Schritte gebraucht. Gebt ihnen ein Vorbild und ein Modell, dem sie folgen können. Auch sie haben Verletzungen, Ängste und Unsicherheiten, genauso wie wir. Gott will, daß auch sie geheilt werden.
Es ist also sehr wichtig, ein Notizheft oder ein Tagebuch von Euren Abenteuern mit Gott zu führen. Datiert die Einträge, besonders wenn Ihr etwas Gott übergebt. Wenn Satan versucht, Gefühle und Gedanken zu fälschen, mit denen Ihr bereits fertig geworden seid, dann könnt Ihr so auf den Eintrag hinweisen und sagen: "Das ist bereits erledigt worden!" (Ich mag es noch nicht fühlen, aber im Glauben glaube ich es.28)
Gott "praktisch" lieben heißt, ihm unseren Willen und unser Leben Moment für Moment zu überlassen. Es heißt, daß wir alle unsere Gedanken, Emotionen und Wünsche, die gegen seine sind, niederlegen, so daß sein Leben aus unserem Herzen hervorkommen kann. Gott lieben heißt
1 Siehe die "Werdet verändert"-Kassetten.
2 1. Mose 15:17
3 Hiob 19:25-26
4 Siehe Kapitel 8 "Liebst Du Gott?"
5 2. Korinther 8:11-12
6 Siehe Kapitel 13: "Hundertfach".
7 Hiob 42:10b
8 Siehe Kapitel 13: "Bewußte Gedanken".
9 Das Ende dieser Geschichte ist in Kapitel 7: "Alles verloren".
10 Dies ist das "Ausziehen" und das "Anziehen", von dem Kolosser 3:8-14 spricht. So "widerstehen wir auch dem Teufel", wozu Jakobus 4:7 und 1 Petrus 5:8 ermahnen. Schließlich "erneuern wir so auch unseren Sinn" (Römer 12:2).
11 2 Mose 38:8
12 Apostelgeschichte 13:22
13 Römer 7:15,19
14 Römer 7:25
15 Siehe nochmals Kapitel 11, "Nichts wird uns trennen".
16 In Johannes 20:34 steht, daß ein übernatürliches "Band" entsteht, zwischen dem, der die Vergehung begeht und dem, der sie nicht vergibt. Gott ist gehindert zu wirken, bis bedingungslose Vergebung jene Bindung auflöst. Satan wirkt in der Zwischenzeit Zerstörung (2. Korinther 2:10-11).
17 Markus 11:26; Matthäus 18:35; und insbesondere Johannes 20:23
18 Matthäus 18:22-32; Epheser 4:32; Kolosser 3:13
19 2. Korinther 2:10
20 Prediger 3:11a
21 Hebräer 9:14
22 Sprüche 28:13
23 Siehe Kapitel 13: "Festungen des Feindes."
24 Sprüche 24:4
25 Römer 8:28
26 Jesaja 26:3
27 Psalm 40:12b
28 Jeder Schritt des "Uns Gott übergeben" (das Innenhofritual) wird sehr detailliert in der 8 Kassetten langen Serie - und in einem zukünftigen Buch mit Namen Be Ye Transformed [Werdet verändert] behandelt. [Ist schon erhältlich, G.W.]
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